09.19.2007 - 2007-09-19 VIENNA: Stadthalle / Umjubeltes Comeback von "Police" in der Wiener Stadthalle...
Umjubeltes Comeback von "Police" in der Wiener Stadthalle...
Sting, Stewart Copeland und Andy Summers gaben am Mittwoch das seit zwei Jahrzehnten kategorisch ausgeschlossene Comeback als "Police". Ein umjubelter Abend mit handgemachtem Pop, viel kompaktem Druck und ohne unnötigen Schnickschnack.
Eine Flaschenpost aus einer ganz anderen Zeit gab es am Mittwoch in der Wiener Stadthalle: Sting, Stewart Copeland und Andy Summers traten wieder gemeinsam als "Police" auf, jene Band, die Klassiker wie 'Roxanne' und 'Every Breath You Take' hinterlassen hat und zwei Jahrzehnte ein Comeback kategorisch ausgeschlossen hatte. Das erste Wiener Konzert seit ebenso langer Zeit geriet zum umjubelten Abend.
Pop ohne Schnickschnack. Schon der Auftakt mit 'Message In A Bottle' und einem freundlichen 'Servus Wien' von Sting setzte die Marschroute für den Auftritt: Handgemachter Pop für Anspruchsvolle, mit viel kompaktem Druck und ohne unnötigen Schnickschnack. Dabei gerieten gerade die bekannten Hits nicht unbedingt zu den Highlights, allen voran das immer noch unlustige 'De Do Do Do De Da Da Da' oder 'Roxanne' als erste Zugabe. Heraus gestochen sind u. a. 'Don't Stand So Close To Me' sowie 'Can't Stand Losing You' als letzte Nummer vor den Zugaben. Doch eigentlich lässt sich gerade dieses Konzert nicht auf einzelne Nummern reduzieren - die Beobachtung der Vollblutmusiker und ihrer neu erblühten Spielfreude machte auch dann Spaß, wenn das Konzert gerade nicht so spannend war. Was auch durchaus längere Zeiträume der Fall war.
Unverkrampfte Altherrenpartie. Vom Kampf der Egos, der Police früh belastet hat, hat man sich zumindest dem Eindruck nach zur unverkrampften Altherrenpartie ausgewachsen. Nun singt und spielt selbst der jugendlich-fitte und früher zwanghaft im Vordergrund stehende Sting einfach so vor sich hin, ohne Rampensau-Ambition. Doch eigentlich hätte ein bisschen Missgunst der Musiker untereinander vielleicht nicht geschadet: Denn in der neuen "Police"-Konstellation bekommt Gitarrist Summers übermäßig viel Zeitbudget für seine Soli, die zwar witzig eckig und spannend kantig waren, aber den Abend über immer weniger füllend gerieten. Und Copeland wuselte wie in besten Zeiten hinter seinem Schlagzeug - das geriet zuweilen etwas übervirtuos.
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